Die Geschichte von
„Weiß-Blau am Stern“
Es
begann vor 25 Jahren,
da verließ Josef Jenniches die „Treuen Husaren“.
Doch ganz ohne das Musizieren konnte er nicht sein,
drum gründete er eben einen eigenen Verein.
Der erste Schritt war gar nicht schwer:
Ein Ort zum Treffen musste her.
Die Gaststätte „Zur Uhlpoorz“ sollte es sein,
dorthin lud er zur Gründungsversammlung ein.
Seine Frau Margrit ließ sich das nicht entgehen.
Was würde nun wohl weiter geschehen?
Am Ende waren es sieben Musikanten,
die sich dort zusammenfanden.
Über die Art der Musik entschieden sie klug
Und gründeten einen Fanfarenzug.
In Brühler Vereinsnamen sind Farben Brauch,
und so machten die Musikanten es auch.
Welche es sein sollten, wussten sie genau:
Es waren die Farben weiß und blau.
Und wie weiter? Fragte man sich.
Nur Farben im Namen, das geht doch nicht.
Also sah man sich um und hat erkannt,
dass man am Brühler Stern sich befand.
Drum wurde dieser auserkoren
und der Vereinsname war geboren.
So verkündete Josef den Brühlern gern:
Er war Vorsitzender des Fanfarenzugs „Weiß-Blau am
Stern“.
Leider
war die Vereinskasse noch ganz schön leer,
also mussten noch ein paar Spenden her.
Als man endlich genug zusammengerafft,
wurden die ersten Instrumente angeschafft.
Geprobt wurde in den Stadtwerken Brühl,
das gab den Musikern ein gutes Gefühl.
Und wie am Brühler Stern sich viele Straßen fanden,
kamen in den Verein noch mehr Musikanten.
Kurze Zeit später, im Oktober schon,
traf man gemeinsam den richtigen Ton
beim Vorstellabend vom Karnevalsverband,
bei welchem die Musik gute Aufnahme fand.
Dieser Auftritt war noch lang nicht der letzte,
da man das Publikum wiederholt in gute Laune versetzte.
So konnte man es zum Schunkeln und Singen
und manchmal sogar zum Tanzen bringen.
Und da die Truppe so guten Anklang fand,
wurden die Weiß-Blauen immer mehr bekannt.
So wuchs die Mitgliederzahl mehr und mehr,
selbst aus Köln und Leverkusen kamen sie her.
Man sieht, sie kamen von Nah und Fern,
um Mitglied zu werden bei „Weiß-Blau am Stern“.
Auch die Jenniches-Kinder waren musikalisch fit
und spielten bald als Trompeter im Fanfarenzug mit.
Während Marko bis heute gern dabei blieb,
gewann Manuela auch das Schlagzeug lieb.
Als Kommandant war Josef gerecht, doch mit strengem
Stil,
was den Musikern leider nicht immer gefiel.
Deshalb baten sie ihn irgendwann:
Lass doch mal den Marko ran.
Da Josef seines Sohnes Potenzial hat erkannt,
hat er diesem Posten den Rücken zugewandt.
So wurde Marko musikalischer Leiter
und führte die Truppe mit frischem Wind weiter.
Mit neuem Stil und noch mehr Schwung
schwang Marko den Taktstock für Alt und Jung.
Die Zeit den Fortschritt mit sich bringt,
sodass ein neuer Sound bald erklingt.
Keyboard und Gitarre mit Bass
machten vor allem den Jüngeren Spaß.
Manch Älterer an den früheren Tönen hing,
weshalb der eine oder andere ging.
Auch der Keyboarder Jörg wollte gehen
und ließ die Band im Regen stehen,
womit er dem Neuen Platz machte,
den Manuela aus der Schule mitbrachte.
Die Jahre vergingen, kein Jahr war das letzte,
und während eine Uniform die nächste ersetzte,
gaben sie weiter ihr Können zum Besten
und gewannen oft Preise auf vielen Festen.
Und ´95 war es dann klar:
Wir feiern ein eigenes Fest dieses Jahr.
Nun kamen auch die befreundeten Ripsdorfer her,
das freute die Weiß-Blauen sehr.
Unsere Musikanten und die Gäste fanden es toll.
Jeden Tag war das Festzelt von früh bis spät voll.
So konnten sie ihre Freunde vermehr’n,
die fleißigen Mitglieder von „Weiß-Blau am Stern“.
Im Jahr
darauf geschah es, dass der Weiß-Blaue Klang
sogar bis in die Hauptstadt drang.
Obwohl Hinfahrt und Unterkunft nicht sehr gefielen,
wollte man doch gern unterm Alex spielen.
Bei einem Festzug durchs Brandenburger Tor
stellte „Weiß-Blau am Stern“ aus NRW sich vor.
Und auch beim anschließenden Platzkonzert
bewies die Musikband ihren Wert.
Besonders die Briten verblieben in ihren Gedanken,
nachdem sie am guten Kölsch sich betranken.
Wieder daheim kam es Knall auf Fall –
die Weiß-Blauen eroberten den Badorfer Karneval.
Ab sofort begleiteten sie jährlich mit Herz und Verstand
die Badorfer Tollitäten durchs Brühler Land.
Und als 1997 kam ins Land,
der Verein schon 15 Jahre bestand.
Das wollten sie feiern, und das nicht schlecht,
da kam eine Woche in Cochem gerade recht.
Jedes Mitglied auch die Schifffahrt schätzte,
bei der Heidi Schmitz alle in Staunen versetzte.
Die Zeit in Cochem fanden alle genial,
und es wurde beschlossen: Das wiederholen wir mal.
Seitdem geht es jährlich nach Gerolstein,
dort lädt der Verein zum Weihnachtsfest ein.
Dann sieht man sie feiern, die Damen und Herr’n,
die versammelten Mitglieder von „Weiß-Blau am Stern“.
Und wie
ging es weiter?
Teils traurig, teils heiter.
Auftritte und Mitglieder, mal weniger, mal mehr,
manchmal war’s leichter, manchmal war’s schwer.
Vor allem in Badorf war der Verein gern gesehen,
darum konnte sicher jeder verstehen,
dass bei der Suche nach dem neuen Vereinslokal
die Gaststätte „Kuhl“ war die erste Wahl.
Die Dorfgemeinschaft lud zur Mitgliedschaft ein,
nun sind die Weiß-Blauen ein Badorfer Verein.
In all den Jahren, sie scheinen so fern,
blieb Familie Jenniches der harte Kern.
Sie trugen den Verein von Jahr zu Jahr
und machten das Ganze doch wunderbar.
Und weil die „Musik- und Showband“ viel Freude bringt,
hoffen wir, dass ihr noch vieles gelingt.
Ob in guten oder schlechteren Zeiten,
viele Menschen durften sie dabei begleiten.
Und alle, die jetzt vor euch steh’n,
sagen ein herzliches Dankeschön.
Denn
wir alle haben euch wirklich gern
und freuen uns Mitglied zu sein bei der
„Musik- und Showband
Weiß-Blau am Stern“
(geschrieben und
gedichtet von Stefanie Stöhr u. Markus Höffgen)
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